Brückenbau

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Straßenbrücke Beatrixgasse, 1030 Wien

Allgemein

Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Erneuerung der bestehenden Überfahrtsbrücke (Straßenbrücke) über die ÖBB Eisenbahnstrecke Wien Mitte – Wien Nord bei km 4,509 und die Ertüchtigung der bestehenden Widerlager. Diese Straßenbrücke ermöglicht die Querung der Eisenbahnstrecke im Bereich der Beatrixgasse in 1030 Wien.

Projektbeschreibung

Straßenbrücke  Beatrixgasse, 1030 Wien

Bei dem alten Brückentragwerk aus dem Jahre 1898 handelte es sich um eine Stahlträgerkonstruktion mit Betonausfachung im oberen Trägerbereich. Die genieteten Brückenträger lagen als Einfeldsystem im Winkel von ca. 710 zur Bahnachse auf Lagerplatten aus Stahl auf den Widerlagerwänden auf. Beide Widerlager bestehen im obersten Bereich aus Stampfbeton und darunter aus Ziegel- und Natursteinmaterial. In den Bereichen hinter den Widerlagern wurden Reste von Bauwerken des ehemaligen Wiener Neustädter Kanales und einer Turbinenanlage samt Zulaufkanälen angetroffen. Die Kreuzungsplateaus beidseitig der Bahntrasse weisen ist eine hohe Dichte an Einbauten auf und lagen teilweise direkt über der bestehenden Brücke und teilweise auf einen Bypass.

 

Vor dem Abbruch des Bestandstragwerkes waren sämtliche Ertüchtigungmaßnahmen im Bereich der Widerlager vorzunehmen, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die beiden gegenüberliegenden Wände durch das bestehende Tragwerk gestützt wurden. Zur Verbesserung der vertikalen Tragfähigkeit wurden DS Säulen mittels Kernbohrungen durch den Bestand abgeteuft. Die horizontale Sicherung erfolgte über schräge Verpresspfähle, die im Auflagerrost des neuen Brückentragwerkes verankert sind.

Das neu zu herzustellende Stahlbetontragwerk besteht aus 13 nebeneinander liegenden Fertigteilträgern aus Stahlbeton die nach dem Versetzen mit einem 250 to Mobilkran stufenweise mit Ortbeton zum endgültigen Brückenquerschnitt ergänzt wurden.

Beide Endquerträger liegen über die gesamte Brückenbreite auf einer durchgehenden Lagerkonstruktion aus Edelstahl auf, welche so konzipiert sind, dass sie sowohl die Vertikallasten mit den Auflagerverdrehungen als auch Horizontalllasten aus Bremsen, Anfahren und Erddruck in die Auflagerroste ableiten können

 

Als  Spritzschutz gegen die Oberleitung der ÖBB wurden Stahlsteher auf den Stegen der Randträger befestigt und in diese Acrylglasfelder eingesetzt. Das Brückengeländer des ursprünglichen Tragwerkes von Otto Wagner wurde vor den Bauarbeiten entfernt, restauriert und danach wieder auf der neuen Konstruktion montiert.

Sämtliche Arbeiten im Nahebereich der Bahntrasse durften nur während Nachtsperren durchgeführt werden.

 

 

 

 

Leistungen

  • Abbruchkonzept Bestandstragwerke
  • Montagekonzept Neubau
  • Ausschreibungsplanung
  • Ausführungsplanung

Auftraggeber

ÖBB Infrastruktur AG

 


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