Brückenbau

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Unterführung Wagramerstraße

Allgemein

Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Erneuerung der bestehenden Eisenbahnbrücken bei km 13,525 der Strecke Wien – Laa/Thaya. Bei dem gegenständlichen Objekt „Unterführung Wagramer Straße“ handelt es sich um den abschnittsweisen Teilabbruch der bestehenden Unterführung aus dem Jahre 1916 und den Neubau an derselben Stelle.

Projektbeschreibung

Unterführung Wagramerstraße

Das Bestandsbauwerk besteht aus einem durchgehenden Stahltragwerk (Hauptfeld) mit anschließenden kurzen WIB-Tragwerken (Seitenfeldern) und jeweils einer Stahlstützenreihe beim Übergang zum Widerlager. Die bestehende Konstruktion wird durch vier neue einfeldrige WIB-Tragwerke (Gleis 1, Gleis 2, Gleis 641, Gleis 642) ersetzt und mit neuen, dem Bestand vorgesetzten, tiefgegründeten und geankerten Widerlagerkonstruktionen versehen.

 

Sämtliche Arbeiten waren unter Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes bzw. teilweise in Gleissperren durchzuführen. Die Verkehrsführung in der Wagramer Straße musste ebenfalls auf die Bauphasen abgestimmt werden.

 

Die neuen WIB-Tragwerke bestehen aus einbetonierten HE-M550 Trägern der Stahlgüte S355 J2+N mit einem Achsabstand von ca. 52cm. Die Stützweiten betragen ca. 15,5m. Die Brückenhöhe beträgt in Tragwerksmitte 70cm. Die Verbindung der Tragwerke mit dem Unterbau erfolgt über vier Elastomerlager. Die Tragwerke inkl. der Brückenlager werden neben der Unterführung auf Gleisniveau (Schalboden) im Baufeld hergestellt. Diese vorgefertigten Brückenelemente wurden  in Gleissperren auf Verschubbahnen querverschoben und mittels zweier Eisenbahnkräne längsverführt und eingehoben.

 

Die errichtenden Tragwerke für die Gleise 1, 2, 641 und 642 liegen auf den neuen Widerlagerwänden, die unterhalb der bestehenden Brücken und unter voller Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes und des Straßenverkehrs herzustellen waren.

 

Beide als Vorsatzschalen ausgebildeten Widerlagerwände mit Dicken von 1,50 m bis 1,75 m sind auf Mikropfählen tief gegründet und horizontal mit Freispielankern (Daueranker) gegen den Dammkörper vorgespannt. Sowohl das Abteufen der Mikropfähle als auch sämtliche Ankerungsarbeiten waren unterhalb der in Betrieb befindlichen ÖBB Bestandstragwerke und neben der befahrenen Wagramer Straße durchzuführen.

 

Leistungen

  • Abbruchkonzept Bestandstragwerke
  • Montagekonzept Neubau
  • Generelles Projekt
  • Detailprojekt

 

Auftraggeber

ÖBB Infrastruktur AG


Voriges Projekt:
Unterführung Breitenleer Straße
Nächstes Projekt:
Objekt S33.Ü17, Knoten Jettsdorf